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Erste Schritte zur Seelengesundheit: vier ruhige Einstiege

Omviva Redaktion 4 Min. Lesezeit
Hände schweben über dem Kopf einer im Gras liegenden Frau

Irgendwann kommt der Punkt, an dem du merkst: so soll es nicht weitergehen. Nichts Dramatisches, oft nur das Gefühl, dass du zu lange nur funktioniert hast und etwas für dich tun möchtest. Du weisst nur nicht, womit.

Wege dahin gibt es viele, und ihre Namen sagen einem erst mal wenig. Deshalb nehmen wir hier vier vor, bei denen der Anfang leicht ist: Yoga, Atemarbeit, Meditation und Klangschalen. Bei jedem steht, wie eine Stunde abläuft, wie lange sie dauert und was du mitbringst. Können musst du vorher nichts.

Wie eine erste Stunde abläuft

Vieles ist bei allen vier gleich. Du kommst an, ziehst die Schuhe aus, und es gibt ein kurzes Gespräch: was du suchst, ob du irgendwo Schmerzen hast, was du heute lieber lassen möchtest. Das dauert nicht lange und nimmt meistens schon die halbe Unsicherheit.

Danach bestimmst du das Tempo mit. Eine Übung auslassen, Pause machen oder aufhören geht jederzeit, du sagst es einfach, und das ist für niemanden ein Problem. Wenn du magst, sag beim Ankommen kurz, dass du das erste Mal da bist. Dann wird dir mehr erklärt, ohne dass du fragen musst.

Mitbringen musst du fast nichts. Zieh etwas an, in dem du gut sitzen und liegen kannst, und nimm dicke Socken mit, denn in ruhigen Stunden wird einem schnell kalt. Matte und Decke liegen meistens schon bereit, und wenn du unsicher bist, fragst du vorher kurz nach.

Und dann der Teil, den viele unterschätzen: die Zeit danach. Die meisten kommen ruhiger heraus, als sie hineingegangen sind, und behalten das länger, wenn nicht gleich der nächste Termin drängt.

Vier Einstiege, und wie sie sich unterscheiden

Unterscheiden tun sie sich vor allem in zwei Dingen: wie viel du selbst machst, und wie viel gesprochen wird.

Am meisten machst du bei Yoga. Eine Stunde besteht aus Körperhaltungen, Atem und einer Ruhephase am Ende, und wie anstrengend das wird, hängt allein von der Stufe ab. Die reicht von sehr sanft bis kräftig, und beweglich sein musst du für keine davon: es gibt Kurse im Sitzen, auf dem Stuhl und speziell für den Rücken. Rechne mit 60 bis 90 Minuten.

Ruhiger geht es bei der Atemarbeit zu. Du liegst oder sitzt, jemand leitet dich an, und du atmest bewusster als sonst. Gesprochen wird wenig, du bleibst angezogen, und meistens liegt eine Decke bereit. Beim tiefen Atmen kribbelt es manche in den Händen oder im Gesicht. Das gehört dazu, und viele mögen es. Auch hier 60 bis 90 Minuten.

Meditation braucht am wenigsten Ausstattung. Du sitzt oder liegst und richtest die Aufmerksamkeit auf etwas Einfaches: den Atem, den Körper, die Geräusche im Raum. Dass die Gedanken abschweifen, gehört dazu, das Zurückkommen ist die eigentliche Übung. Es gibt Meditation auch im Gehen und auf dem Stuhl, und eine Stunde dauert meist 45 bis 60 Minuten.

Am wenigsten selbst machst du bei den Klangschalen. Du liegst angezogen da, die Schalen werden angeschlagen und manchmal neben oder auf den Körper gestellt, du hörst den Klang und spürst die Schwingung. Gesprochen wird kaum. Genau dieses Nichts-tun-Müssen ist für viele beim ersten Mal das Angenehmste. Ebenfalls 45 bis 60 Minuten.

Was zu dir passt, findest du am schnellsten mit einer einzelnen Stunde heraus. Buch also erst eine, statt gleich ein ganzes Paket.

Und was bleibt, wenn du dabeibleibst? Viele berichten, dass sie im Alltag früher merken, wenn sie sich anspannen: an den Schultern, am flachen Atem, am Kiefer. Ob es bei dir so ist, zeigt sich nach ein paar Wochen.

Fazit

Vier Einstiege, keine Vorbereitung, kein Vorwissen. Wenn du unsicher bist, welcher zu dir passt, nimm den, bei dem du am wenigsten Überwindung brauchst. Der Rest zeigt sich in der Stunde selbst.

Häufig gestellte Fragen

Was, wenn ich die einzige Anfängerin im Raum bin?

In fast jedem Kurs sitzt jemand zum ersten Mal da. Sag beim Ankommen kurz Bescheid, dann wird darauf geachtet.

Kann ich mitten in der Stunde aufhören?

Ja, jederzeit. Du setzt dich einfach hin oder sagst kurz Bescheid. Das ist niemandem unangenehm und braucht keine Erklärung.

Wie lange dauert eine Stunde wirklich?

Meistens 45 bis 90 Minuten, je nach Angebot. Unser Tipp: Nimm dir danach zehn Minuten Zeit, bevor es zum nächsten Termin geht. Die erden dich nochmal, bevor der Alltag wieder startet.

Wie oft muss ich hingehen, damit es etwas bringt?

Müssen musst du nichts. Eine Stunde reicht, um zu merken, ob dir die Sache liegt. Wer dann dranbleibt, tut es meist, weil es guttut, und nicht weil ein Programm es vorgibt.

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